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Eisenmangel: Nestlé kauft neue Technologie

Die Ernährung spielt bei der Eisenversorgung des Körpers eine wesentliche Rolle.
Nestlé

Nestlé will den globalen Eisenmangel bekämpfen. Von neuseeländischen Forschern hat der Nahrungsmittelkonzern die Technologie «Ferri Protm» gekauft.

Nestlé hat eine neue Technologie zur Bekämpfung des globalen Eisenmangels gekauft. Nestlé wolle jedoch nicht einfach nur Eisen in die Nahrungsmittel bringen, sondern diese auch schmackhaft machen. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Proteinkomplex mit lebensmittelechten Materialien und einer speziellen Verarbeitungsmethode. Der Komplex biete Vorteile gegenüber anderen Eisenquellen wie Eisen-Sulfat, dem anerkannten Eisensubstrat. Die Technologie trägt den Namen «Ferri Protm» und beeinträchtige bei ihrer Verwendung in Lebensmitteln und Getränken den Geschmack nicht, so der Nahrungsmittelkonzern.

Die Technologie wurde am Riddet Institute Center of Research Excellence (CoRE) der Massey University entwickelt. Zielsetzung des Projekt war es, einen Mangel an ernährungsphysiologischen Inhaltsstoffen zu beheben.

«Wir haben die Technologie entwickelt, um den weltweiten Mangel an Nährstoffen zu beheben, da über 1,6 Milliarden Menschen an Eisenmangelanämie leiden. Unser Ziel war es jedoch, den Eisenmangel nicht nur anzugehen, sondern auch, die Produktqualität nicht zu beeinträchtigen», sagte Professor Harjinder Singh, Direktor des Instituts, der auch das Forschungsteam der Massey University leitete.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind vor allem Frauen und Kinder von Eisenmangel betroffen. Um Kinder im Schulalter und werdende Mütter zu erreichen, will der Nahrungsmittelkonzern erschwingliche Nahrungsmittel und Getränke wie Gewürze und Nudeln, Müsli und Kindermilch anreichern.