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Industrie 4.0 im Visier von Cyberkriminellen

Industrie 4.0 im Visier von Cyberkriminellen
Eine Analyse von Untergrundmarktplätzen zeigt zunehmende Monetarisierung von Angriffen auf IoT-Geräte.
Pixabay

Zugänge zu vernetzten Geräten – vor allem zu Routern, Webcams und Druckern – stehen zusehends im Visier von Cyberganoven, wie ein aktueller Bericht von Trend Micro folgert.

Trend Micro hat im September einen neuen Bericht zum wachsenden Markt für Hackerangriffe auf das Internet der Dinge (IoT) veröffentlicht. Unter die Lupe genommen haben die Sicherheitsforscher vor allem Internetforen und -marktplätze im russisch-, portugiesisch-, englisch-, arabisch- und spanischsprachigen Untergrund. Es stellte sich heraus, dass der Wissenstsand der Cyberkriminellen vor allem in den englisch- und porugiesischsprachigen Foren am ausgeprägtesten ist. Gehandelt werden vor allem Zugänge zu vernetzten Geräten. Abgesehen haben es die Cyberkriminellen vermehrt auf Router, Webcams und Drucker. 

Industrielle Anlagen im Visier

«Cyberkriminelle sind dabei, florierende Marktplätze für IoT-basierte Angriffe und Dienstleistungen zu schaffen», sagt Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. «Sie verfolgen dabei stets wirtschaftliche Interessen. Es ist zu erwarten, dass dieser Markt weiter wachsen wird, gerade vor dem Hintergrund anstehender technologischer Veränderungen wie 5G. Wir konnten zudem beobachten, dass Kriminelle zunehmend auch mögliche Angriffe auf industrielle Anlagen diskutieren. Unternehmen sollten sich deshalb darauf einstellen, ihre Industrie-4.0-Umgebungen zu schützen.»

5G-Geräte als nächstes Ziel

Die wahrscheinlichsten Monetarisierungsmodelle für Angriffe auf diese Systeme bestünden aus Erpressungsversuchen mit der Androhung, die Produktion lahmzulegen. Prophezeit wird auch eine Reihe von von Toolkits, mit denen eine grössere Bandbreite von Consumer-IoT-Geräten wie Virtual-Reality-Systeme angegriffen werden kann. Die wachsende Anzahl von Geräten mit Internetanbindung, getrieben von der 5G-Implementierung, schaffe zudem neue Gelegenheiten für Angreifer.

Trend Micro rät den Geräteherstellern, mit IoT-Sicherheitsexperten zusammenzuarbeiten, um Cyberrisiken schon in der Entwicklungsphase zu minimieren. Endnutzer und Integratoren sollten zudem Überblick und Kontrolle über ihre vernetzten Geräte erlangen, um ihr Angriffsrisiko zu mindern.

 

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Autor
Simon Gröflin

Simon Gröflin

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