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Quantum-Jahr steht bevor

2019 ist noch nicht das Stichjahr – aber höchste Zeit, sich samt Sicherheitsverfahren darauf vorzubereiten

Vor einigen Wochen veröffentlichte die National Academies of Sciences, Engineering and Medicine einen neuen Bericht, in dem sie Fortschritte und Perspektiven - oder deren Fehlen - rund um das Thema Quantencomputer - untersucht hat. Der Report skizziert verschiedene technische und finanzielle Probleme, die es zu überwinden gilt, bevor man einen funktionsfähigen Quantencomputer bauen kann. Selbst für Prognosen für die zeitliche Entwicklung der Technologie ist es nach Ansicht der Wissenschaftler noch zu früh.

„Auch wenn das für einige überraschend klingen mag“, sagt Duncan Jones, Entwicklungs-Chef bei Thales eSecurity. „Die Art der Fortschritte auf diesem Gebiet und das technologische Wachstum haben sich im Laufe der Jahre so dramatisch verändert, dass einige Experten davon ausgehen, dass wir möglicherweise nie eine gross angelegte Implementierung sehen werden“. Auch, wenn es noch ein weiter Weg zu sein scheine, sollte man die Möglichkeit eines plötzlichen Durchbruchs nicht ausschließen. Wer mit seinem Unternehmen rechtzeitig in den Startlöchern stehen wolle, komme nicht umhin 2019 zu investieren.

Im Gegensatz zu ihren klassischen Pendants, sagt Jones, werden Quantencomputer in der Lage sein , mathematische Probleme in ungeheurer Geschwindigkeit zu lösen. „Die Algorithmen, die wir heute für digitale Signaturen und den Schlüsselaustausch verwenden, werden dann allerdings auch nicht mehr ausreichen“. Gefordert sei „kryptoagil“ zu sein oder zu werden.

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