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Roboter als moralische Wächter?

Die Bürger müssen sich auf lebenslanges Lernen einstellen. Nur einen Beruf auszuüben, wird der Vergangenheit angehören. Eine aktuelle VDE-Studie wirft einen Blick auf die Auswirkungen von KI und Roboterrechten.

Zahlreiche intelligente Automatisierungs- und Vernetzungslösungen zwischen Mensch und Maschine werden in naher Zukunft in Wirtschaft und Gesellschaft zum Einsatz kommen. Laut einer Studie des VDE  werden 2025 vor allem Wearables, Spracherkennung und -steuerung, Virtual sowie Augmented Reality eine grosse Rolle in der Arbeitswelt und im Alltag spielen. Autonome, mobile Roboter sehen 49 Prozent bis 2030, humanoide Roboter dagegen 65 Prozent der Befragten erst nach 2030 in der Praxis. 

«So weit entfernt sind wir von autonomen Robotern, die sich mit Hilfe von KI weiter entwickeln, nicht mehr», so Ansgar Hinz, CEO des VDE. Die Frage sei, wie man heute KI-Anwendungen menschendienlich gestalte und wie wir uns heute auf das Ungewohnte vorbereiten könnten. Auf die Frage, ob «KI und Roboter ein Gewinn für die Arbeitsplätze sind» entscheidet sich der Grossteil der Befragten (61 Prozent) für die Antwort «teils-teils».

Lebenslanger Ausbildungsprozess

47 Prozent der Befragten sehen die Entwicklung insgesamt positiv und sagen, dass das Produktivitätsniveau der gesamten Volkswirtschaft steigen wird. Und 44 Prozent stimmen auch nicht zu, dass die Arbeitslosigkeit durch KI und Roboter extrem zunehmen wird. Neue soziale Absicherungen für die Bevölkerung, wie das bedingungslose Grundeinkommen, brauche es nicht. Acht von zehn sagen, dass wir uns alle auf einen lebenslangen Ausbildungsprozess einstellen müssen. Für 55 Prozent wird es der Vergangenheit angehören, lebenslang nur einen Beruf auszuüben.

Es herrsche Einigkeit über die grosse technische und wirtschaftliche Bedeutung von KI sowie darüber, dass die Entwicklungen auf diesem Gebiet schon in vollem Gange und als Realität zu betrachten seien. Angesichts dieser epochalen Veränderungen unserer Arbeits- und Lebenswelt stimmen zwar nur 13 Prozent der Aussage zu, dass die Roboterisierung dazu führen könnte, dass Roboter als moralische Personen fungieren und «Roboterrechte» erhalten. Ganze 50 Prozent der Befragten wollen dies aber nicht ausschliessen.

 

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Autor

Pressedienst pd

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