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«Nachhaltige Verpflegung»: Haben wir keine anderen Probleme?

Ein Merkblatt des Bafu mit «Empfehlungen für genussvolle und umweltfreundliche Verpflegung bei Veranstaltungen» sorgt für Diskussionen.
Pixabay

Das Bundesamt für Umwelt (bafu) hat ein Merkblatt zu nachhaltigen Apéros verfasst. Die Empfehlungen, wonach mindestens zwei Drittel des Buffets fleischlos sein soll, erhitzen jedoch die Gemüter.

In einem neuen Merkblatt gibt das Bafu «Empfehlungen für genussvolle und umweltfreundliche Verpflegung bei Veranstaltungen» (PDF) ab. Unter anderem wird dabei empfohlen, dass sich mindestens zwei Drittel des Buffets aus vegetarischen Produkten zusammensetzen soll und dass das Vegetarische an erster Stelle zu platzieren ist.

SVP-Nationalrat Franz Ruppen (VS) hat dazu eine Interpellation unter dem Titel «Merkblatt des Bafu Nachhaltige Verpflegung: Haben wir keine anderen Probleme?» eingereicht. Er fragt dabei unter anderem danach, wie viel Zeitaufwand und Kosten in das Merkblatt investiert wurden und ob der Bundesrat nicht der Ansicht sei, dass die Fleischbranche durch die vegetarischen Empfehlungen einseitig benachteiligt werde. 

Das Bundesamt für Umwelt verschreibt sich gemäss der Webseite unter anderem einer «langfristigen Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen». Nicht ganz leugnen lässt sich jedoch, dass die Ökologie gegenüber der Ökonomie der Fleischbranche stärker gewichtet wurde.