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Geniale Konstruktion half nicht über Hürden hinweg

Eisenmann meldet Insolvenz an
Auch der LogiMover half nicht über Engpässe hinweg.
Eisenmann SE

Der ausgesprochen innovativ in der Materialfluss-Automation, Thermoprozess- und Umwelttechnik tätige Anlagenbauer Eisenmann kommt nicht um die Insolvenz herum.

Der für geniale fahrerlose Systeme wie einen unter anderem anlässlich der LogiMAT präsentierten, mit zwei Kufen automatisch parallel navigierenden «pallet mover» bekannte Anlagenbauer Eisenmann geht in die Insolvenz. Die Akquisition und Abwicklung diverser Grossprojekte, heisst es seitens des Unternehmens, habe 2018 zu einem hohen Jahresverlust geführt, der auch durch die im März eingeleitete Restrukturierung nicht mehr aufzufangen war. Eisenmann will mit der rechtzeitigen Eröffnung des Verfahrens laut Unternehmenssprecher Sven Heuer auch einen Neustart ermöglichen. Mit mehr als 3000 Mitarbeitenden hat das Unternehmen zuletzt einen Umsatz von rund 723 Millionen Euro erzielt. Eisenmann ist innerhalb der Gruppe auch in den Bereichen Oberflächentechnik, Thermoprozess- und Umwelttechnik aktiv und in Europa, Amerika und den BRIC-Staaten an 27 Standorten in 15 Ländern vertreten. Der LogiMover hatte mit und seinem Gewicht von unter 100 Kilogramm, einer maximalen Nutzlast von einer Tonne und seiner intuitiv bedienbaren Handsteuerung für viel Aufmerksamkeit gesorgt.

«Wir wollen mit der Sanierung im Rahmen des Insolvenzverfahrens die strategische Neuausrichtung der Eisenmann Gruppe vorantreiben, um so schnell wie möglich zu einem profitablen Geschäft zurückkehren zu können», betont Michael Keppel, der von Eisenmann als Chief Restructuring Officer eingesetzt wurde.

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