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Meier Tobler gewinnt Swiss Industry 4.0 Award

Von der ölheizung zur Wärmepumpe
Techniker können aus der Ferne auf die Haustechnik zugreifen.
Swiss Industry 4.0 Conference

Das Haustechnik-Unternehmen überzeugte die Jury mit einem webbasierten Projekt zur Fernüberwachung von Wärmepumpen

Anlässlich der von rund 300 Fachpersonen besuchten Swiss Industry 4.0 Conference gewann Meier Tobler die Auszeichnung für ein bereits im Einsatz stehendes Konzept, das spürbare Verbesserungen für Endkonsumenten leistet. Die im Kultur- und Kongresszentrum Trafo Baden stattfindende Konferenz versteht sich als die schweizweit bedeutendste Praxisveranstaltung zum Thema Digitalisierung.

Unter der Führung der Kooperationspartner Siemens, Swisscom, TechData, Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen, Würth Industrie Service und Autexis tauschten die Teilnehmer Wissen und praktische Erfahrungen aus konkreten Anwendungsbeispielen der Schweizer Industrie aus. Auf dem zweiten Platz landete die MIndustry. Die Industriegruppe der Migros mit über 30 Produktionsbetrieben in den Bereichen Food und Non Food zeigte auf, wie IoT und Machine Learning-Algorithmen für Predictive Maintenance eingesetzt werden.  Die drittplatzierte MyLive Zone AG aus Ipsach (BE) präsentierte ihre webbasierte Trainingsplattform, auf der Anlagekomponenten mit geringstem Aufwand rund um die Uhr weltweit geschult werden können.

Gewinner Meier Tobler aus Nebikon (LU) war bislang stark auf die Wartung von Ölheizungen fokussiert. Dann wurde im Internet der Dinge ein neues Businessmodell geschaffen: die Fernüberwachung und steuerung  von Wärmepumpen. Das Produkt «smart-guard» verarbeitet in der eigenen Cloud Gerätedaten von Wärmepumpen. Diese Daten werden dezentral aus Privathaushalten und Unternehmen via sichere Internetleitung in die Cloud übermittelt und erlauben Meier Tobler Störungen frühzeitig zu erkennen und teilweise aus der Ferne zu beheben. Die seit dem Start im 2017 angeschlossenen 1400 Anlagen machen heute 80 Einsatzfahrten pro Monat unnötig und senken die Garantiekosten um 15 Prozent.

Einen weiteren Blick in die Zukunft wagt Meier Tobler bei Reparaturen vor Ort, wo geprüft wird, wie künftig  Augmented Reality (AR) zur Unterstützung von Service-Technikern eingesetzt werden kann. Genau eine solche Anwendung hatte der letztjährige Gewinner des Swiss Industry 4.0 Award, die Firma holo | one aus Lenzburg mit dem System «sphere», einer mit gängigen ARGeräten kompatiblen Plattform präsentiert, die es erlaubt virtuelle Modelle und Objekte in reale Umgebungen zu integrieren. Ortsabwesende Experten können sich durch das geteilte Sichtfeld in die Realität ihres Gesprächspartners einklinken und unterstützende Informationen teilen.

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Autor

Pressedienst pd

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