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Praktisch: Autonomes Fahren mit vollem Tank(er)

Leclanché geht eine Partnerschaft mit dem norwegischen Schiffbauer Kongsberg ein. Der Waadtländer Batteriehersteller liefert Batteriesysteme unter anderem für das erste elektrisch betriebene, autonom fahrende Containerschiff der Welt.

Leclanché erschliesst den rasch wachsenden Markt des elektrischen und des hybriden Antriebs von Schiffen. Wie der Batteriehersteller mit Sitz in Yverdon in einer Mitteilung schreibt, ist er dafür eine Partnerschaft mit dem norwegischen Schiffbauer Kongsberg eingegangen. Dabei liefert er Batteriesysteme für neun Schiffe mit einer Gesamtleistung von 45 Megawattstunden. Die Systeme werden in Yverdon hergestellt, die Batteriezellen kommen aus dem Leclanché-Werk im deutschen Willstätt. Zu den Schiffen, die mit dem Leclanché-System ausgerüstet werden, gehört die „Yara Birkeland“. Das erste elektrisch betriebene und autonom fahrende Containerschiff der Welt soll ab 2020 im Süden Norwegens eingesetzt werden. Das 79,5 Meter lange und 14,8 Meter breite Schiff soll mit einer Kapazität von 120 Containern insgesamt 40.000 Lastwagenfahrten pro Jahr ersetzen.

Das Leclanché-System soll auch für Fähren der italienischen Grimaldi-Gruppe verwendet werden. Kongsberg liefert für die Schiffe den hybriden Antrieb und setzt dabei Leclanché-Batterien ein.

Aus der Sicht von Leclanché-CEO Anil Srivastava hat die Partnerschaft mit Kongsberg das Potenzial, auf dem Markt für Schiffsantriebe bahnbrechend zu wirken. „Wir sehen im Schiffbau einen Paradigmenwechsel hin zu elektrischen Antrieben“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Partnerschaften mit Marktführern wie Kongsberg zeigen auf, dass für Leclanché der richtige Zeitpunkt gekommen ist.“ stk

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