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Rückenwind für KMU in der MEM-Branche lässt nach

Die 1400 in Swissmechanic organisierten Betriebe beschäftigen mehr als 70000 Mitarbeitende.
Swissmechanic

Das Swissmechanic Wirtschaftsbarometer 2019/Q2 zeigt, dass die Konjunkturdynamik 2019 abflacht. Die MEM-Exporte lagen im April nur noch leicht im Plus. Die Stimmung unter den Unternehmen ist aber immer noch verhalten positiv.

 

Das Wachstumstempo der Schweizer MEM-Branche kühlt sich nach dem Boom 2018 im laufenden Jahr ab. Das zeigt sich beispielsweise an den heute veröffentlichten Exportzahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung für den Monat April. Die neue Quartalsbefragung der Mitgliedsunternehmen von Swissmechanic – dem führenden Verband von KMU in der MEM-Branche – bestätigt dieses Bild. Rund ein Drittel der Unternehmen berichten von einem abnehmenden Auftragsbestand, während etwa ein Viertel der Unternehmen einen steigenden Auftragsbestand vermeldet. Für den erwarteten Auftragsbestand im zweiten Quartal 2019 akzentuiert sich dieses Bild sogar noch.

Trotzdem ist die Stimmung unter den Swissmechanic Mitgliedsunternehmen verhalten positiv. Rund zwei Drittel der Unternehmen erachten das aktuelle Geschäftsklima als günstig, rund ein Drittel als ungünstig. Die Unternehmen, welche angeben, dass Produktionsbehinderungen bestehen, lokalisieren diese insbesondere bei der Schwierigkeit, qualifiziertes Personal zu finden. Dies überrascht nicht, weil nach dem Beschäftigungsaufbau im letzten und zu Beginn dieses Jahres der Arbeitsmarkt für MEM-Facharbeiter zunehmend ausgetrocknet ist.

Die Abkühlung der Wachstumsdynamik der Schweizer MEM-Branche im Jahr 2019 ist der eingetrübten Investitionslaune im Aus- und Inland geschuldet, welche eine Konsequenz aus zahlreichen politischen Unsicherheiten ist, vom Handelskrieg USA-China bis hin zum Verhältnis Schweiz-EU. Mit der kürzlich erfolgten Annahme der Steuervorlage und AHV-Finanzierung (STAF) hat sich eine davon entschärft. Es ist davon auszugehen, dass im Laufe des Jahres andere politische Belastungsfaktoren in den Hintergrund treten und die Nachfrage nach Investitionsgüter 2020 wieder anzieht.

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