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Swissmem: Negativtrend setzt sich fort

Swissmem: Negativtrend setzt sich fort
Der Abwärtstrend in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) setzte sich im dritten Quartal 2019 unvermindert fort.
Pixabay

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie war im dritten Quartal einem weiteren Abwärtstrend ausgesetzt. Und der Abschwung erfolgt schnell. Innerhalb von 15 Monaten kam es beim Bestellungseingang zu einem Volumenverlust von 27 Prozent.

 

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) hat auch im dritten Quartal 2019 mit einem Negativtrend zu kämpfen. So kam es laut einer Mitteilung des Industrieverbands in den ersten neun Monaten bei einer Reduktion der Auftragseingänge zu einem Minus von 3,2 Prozent, zu einem Umsatzeinbruch um minus 3,7 Prozent und einer Exportreduktion von minus 1,4 Prozent. Der Abschwung in der MEM-Industrie erfolgte schnell und massiv. Besonders dramatisch: Innerhalb von 15 Monaten war auch beim Bestellungseingang ein Volumenverlust von 27 Prozent auszumachen.

Bemerkenswert sei, dass der Rückgang fast ausschliesslich auf das Konto der Auslandsaufträge geht, welche fast 80 Prozent des Volumens ausmachen. Man geht davon aus, dass die Kunden der MEM-Industrie weniger grössere Investitionen wie den Kauf neuer Maschinen tätigen, sondern stärker auf bestehende Produktionsmittel fokussieren. 

Mehr Kurzarbeit

Auf die Arbeitsplätze hat sich der Negativtrend jedoch noch nicht ausgewirkt, im Gegenteil: Die Zahl der Arbeitsplätze stieg im ersten Halbjahr um 5'000 Stellen auf 325'500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Allerdings sei es im Verlaufe des Jahres zu einer deutlichen Verringerung der Kapazitätsauslastung in den Betrieben gekommen. Nachdem diese im vierten Quartal 2018 noch den sehr hohen Wert von 91,6 Prozent erreicht hatte, sank diese innerhalb von neun Monaten auf 83,7 Prozent ab. Der Wert liege deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von 86,4 Prozent.

Stefan Brupbacher, Direktor Swissmem, betont: «Wir wollen keine Subventionen. Aber wir brauchen bessere Rahmenbedingungen.» Sorgen bereite aktuell auch die sehr restriktive Praxis einiger Kantone bei der Bewilligung von Kurzarbeit. Zudem müsse die Karenzzeit für Kurzarbeit auf einen Tag reduziert sowie die Bezugsdauer von zwölf auf achtzehn Monate erhöht werden. «Bund und Kantone haben es hier in der Hand, mit kurzfristig wirksamen Massnahmen die Betriebe zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern», sagt Stefan Brupbacher.

 

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Autor

Pressedienst pd

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