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Zusätzlicher Schub für Gütermetro

Das Logistik-Grossprojekt «Cargo sous terrain» (CST) möchte einen Teil des Gütertransports in der Schweiz in den Untergrund verlegen. Die CST-Initiatoren treiben das Projekt parallel zum Gesetz­gebungsverfahren voran. Der Ständerat hat zu CST bereits Ja gesagt. Des Weiteren haben die Initianten neue Investoren an Bord geholt.

Künftig sollen Güter in der Schweiz auch unter der Erdoberfläche transportiert werden können. Seit Anfang dieses Jahres debattiert das Schweizer Parlament die Vorlage für das Bundesgesetz zum unterirdischen Gütertransport in Teilen des Schweizer Mittellandes. Einem entsprechenden neuen Bundesgesetz hat der Ständerat als Erstrat Anfang Juni 2021 nun zugestimmt. Damit nimmt die geplante Gütermetro «Cargo Sous Terrain» eine weitere Hürde.

Das Konzept von «Cargo sous terrain» sieht einen unterirdischen dreispurigen Tunnel zwischen wichtigen Logistikzentren im Mittelland und in der Nordwestschweiz vor. Darin sollen Güter mit rund 30 Kilometern pro Stunde transportiert und an Zugangsstellen vollautomatisch mit Liften ins System eingespeist oder entnommen werden.

Entlang der ersten 70 Kilometer langen Teilstrecke zwischen Niederbipp/Härkingen nach Zürich-Nord werden zehn Hubs angeschlossen. Die Inbetriebnahme ist im Jahr 2031 geplant. CST arbeitet derzeit unter anderem an der IT-Plattform für die City-Logistik-Produkte.

Die Erstellungskosten des Gesamtprojekts werden auf 30 bis 35 Milliarden Franken geschätzt. In einer früheren Phase hatte CST bereits verbindliche Zusagen über Investitionen in Gesamthöhe von 100 Millionen Franken erhalten. Sie sollen die Phase von der Planung bis zur Baubewilligung finanzieren.

In einer weiteren Akquise hat CST weitere Investoren und Kapital in Höhe von 7,8 Millionen Franken für sich gewinnen können. Die neuen Mittel kommen von der Migros-Pensionskasse, der Genossenschaft Migros Aare sowie den beiden Unternehmen Siemens Schweiz und Erne AG Bauunternehmung.

www.cst.ch

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Autor

Redaktion LOGISTIK